Dieser Fall hebt die potenzielle Gefahr der Anwendung von Thrombolytika bei Patienten mit spontaner koronaren Dissektion hervor, da dies zu einer Ausdehnung der Dissektion und zu einem tödlichen kardiogenen Schock führen kann.
Die spontane Dissektion der Koronararterien ist eine äußerst seltene Ursache für einen Myokardinfarkt. Die Prognose und Behandlung der koronaren Dissektion sind noch nicht definiert. Wir berichten über eine 42-jährige Frau, die mit zentralen Brustschmerzen und elektrokardiographischen Zeichen eines ausgedehnten akuten anterolateralen Myokardinfarkts (MI) in die Notaufnahme eines regionalen Krankenhauses eingeliefert wurde. Sie wurde mit Thrombolytika behandelt, doch ihr Zustand verschlechterte sich schnell und führte zu einem kardiogenen Schock. Eine Angiografie zeigte eine Dissektion der linken Hauptkoronararterie, die sich in die vordere absteigende (LAD) und die umschließenden Arterien (LCX) ausdehnte. Bei der Autopsie wurde ein kürzlicher anterolateraler MI des linken Ventrikels festgestellt. Die Dissektion des linken Koronarsystems wurde bestätigt. Die Ausdehnung der Dissektion könnte auf die thrombolytische Behandlung zurückzuführen sein.
Zupan et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.