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Das Antizipieren bedeutungsvoller Handlungen in der Umwelt ist eine wesentliche Funktion des Gehirns. Solche prädiktiven Mechanismen stammen aus dem motorsystem und ermöglichen es, Handlungen aus den Affordanzen der Umwelt abzuleiten und die Möglichkeit zu handelein innerhalb einer spezifischen Umgebung. Durch die Verwendung von Architektur bieten wir eine einzigartige Perspektive auf die laufende Debatte in der kognitiven Neurowissenschaft und Philosophie, ob Kognition von Bewegung abhängt oder von unserer physischen Struktur entkoppelt ist. Um die kognitiven Prozesse, die mit architektonischen Affordanzen verbunden sind, zu untersuchen, verwendeten wir einen mobilen Gehirn-/Körperbildansatz, um die Gehirnaktivität synchronisiert mit Head-Mounted Displays aufzuzeichnen. Die Teilnehmer nahmen virtuelle Übergänge wahr und handelten, die von nicht passierbar bis leicht passierbar reichten. Wir fanden heraus, dass die frühe sensorische Gehirnaktivität, bei der Offenlegung der Umwelt und vor tatsächlicher Bewegung, als Funktion der Affordanzen unterschiedlich war. Darüber hinaus wurde die Bewegung durch Übergänge von einer motorbezogenen negativen Komponente vorausgegangen, die ebenfalls von den Affordanzen abhing. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass potenzielle Handlungen, die durch eine Umwelt ermöglicht werden, die Wahrnehmung beeinflussen.
Djebbara et al. (Mittw.) haben diese Frage untersucht.