Key points are not available for this paper at this time.
Diese Studie untersucht die Rolle von Arbeitsengagement als affektiven-motivationalen Mechanismus, durch den transformationales Leadership mit proaktivem Verhalten in Verbindung stehen kann. Entsprechend einem ressourcenbasierten Ansatz (Hobfoll, ) nehmen wir an, dass Mitarbeiter nur dann Ressourcen, die durch Arbeitsengagement bereitgestellt werden, in Proaktivität investieren, wenn die Jobbelastung niedrig ist. Unter Bedingungen hoher Jobbelastung ist es weniger wahrscheinlich, dass sich Arbeitsengagement in proaktive Verhaltensweisen umsetzt. Im Gegensatz dazu erwarten wir, dass Arbeitsengagement positiv mit der Kernarbeitsleistung in Verbindung steht, unabhängig von der Jobbelastung. Die Hypothesen wurden in einer multisource Feldstudie mit 148 Mitarbeiter-Kollegen-Dyaden getestet. Die betroffenen Mitarbeiter bewerteten ihr Arbeitsengagement, ihre Jobbelastung und das transformationale Leadership ihrer Vorgesetzten selbst. Die Proaktivität der Mitarbeiter (persönliche Initiative und Stimmeverhalten) sowie die Kernarbeitsleistung wurden von Kollegen bewertet. Die Ergebnisse unterstützen das moderierte Mediationsmodell. Transformationales Leadership stand positiv mit Arbeitsengagement und wiederum mit Proaktivität in Form von persönlicher Initiative und Stimme in Verbindung. Eine niedrige Jobbelastung stellte eine notwendige Voraussetzung dafür dar, dass sich Arbeitsengagement in höhere Proaktivität umsetzt, während die Beziehung zwischen Arbeitsengagement und Kernarbeitsleistung unabhängig von der Jobbelastung war. Praxisrelevante Punkte: Organisationen müssen hohe Belastungen vermeiden, die bei Mitarbeitern Stress hervorrufen und dadurch verhindern, dass Arbeitsengagement in Proaktivität umschlägt. Dies kann beispielsweise durch Schulungsinterventionen erreicht werden, die auf einem kognitiv-behavioralen Ansatz basieren, und durch organisatorische Interventionen, die darauf abzielen, die Jobautonomie und Entscheidungsfindung der Mitarbeiter zu erhöhen, sowie durch die Umsetzung von Pausenzeiten. Organisationen können die transformationalen Führungsfähigkeiten der Vorgesetzten verbessern, um die Proaktivität der Mitarbeiter zu steigern. Transformationale Führungsfähigkeiten können durch Bildung, Schulung und Coaching-Interventionen entwickelt werden, die auf handlungsorientierten Methoden basieren und darauf abzielen, die Selbstreflexion der Vorgesetzten zu fördern.
Schmitt et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.