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Vor dem Hintergrund wachsender Begeisterung für einen "neuen urbanen Wissenschaft"- und "smart city"-Ansatz zur Stadtverwaltung wird erwartet, dass "Big Data" radikal neue Möglichkeiten für die urbane Forschung und Praxis schafft. Inzwischen generieren Anthropologen, Soziologen und Humangeografen unter anderem sehr kontextualisierte und nuancierte Daten, die manchmal als ‚thick data‘ bezeichnet werden, und die potenziell Big Data-Analysen ergänzen, verfeinern und kalibrieren können, während sie neue Interpretationen der Stadt durch verschiedene Formen des Denkens erzeugen. Während Forscher in verschiedenen Bereichen begonnen haben, solche Fragen zu betrachten, haben sich Wissenschaftler der Stadtforschung bisher nicht an diesen Diskussionen beteiligt. Der Artikel untersucht, wie ethnografische Forschung mit big data-getriebenen Untersuchungen urbaner Phänomene in Einklang gebracht werden könnte. Wir orientieren unsere kritischen Überlegungen an einem illustrativen Beispiel: Straßenverkehrssicherheit in Mexiko-Stadt. Wir argumentieren, dass Big und Thick Data in und durch drei Phasen des Forschungsprozesses miteinander vereinbart werden können: Forschungsformulierung, Datenerhebung und -analyse sowie Forschungsoutput und Wissensrepräsentation.
Hong et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.