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Dieser Artikel berichtet über die routinemäßigen Entscheidungspraktiken von Gesundheitsfachleuten, die in einem Genetikdienst arbeiten. Insbesondere konzentriert sich der Artikel auf die Einschätzungen der Fachleute, ob Patienten ein erhöhtes Risiko haben, ein Gen zu erben, das die Person anfällig für die Entwicklung von Krebs macht. Durch die Analyse der Gespräche und Handlungen der Fachleute bei der Risikobewertung entwickelt der Artikel ein Verständnis für sowohl routinemäßige als auch komplexe Entscheidungsfindungen. Während einige Entscheidungen unproblematisch waren, gab es eine Reihe von Situationen, in denen Genetiker die Entscheidungsregeln in Frage zu stellen scheinen. Solche Situationen treten auf, wenn es sich um einen Grenzfall handelt, einen interessanten Fall, wenn der Patient besonders ängstlich erscheint oder wenn die Regeln selbst als unzureichend erachtet werden. Während Entscheidungshilfetechnologien in der Lage sind, die klinische Entscheidungsfindung zu unterstützen, verlassen sich Genetiker nicht über ihr eigenes Wissen hinaus auf diese. Daher sind die Entscheidungen, die Kliniker treffen, bei unsicherem Wissen keine Folge der standardmäßigen Anwendung wissenschaftlicher Protokolle, sondern werden lokal entsprechend Erfahrung, Umständen und Fall bestimmt. Dies deutet darauf hin, dass der Transfer von Entscheidungshilfetechnologien in die Allgemeinmedizin oder an die Allgemeinheit wahrscheinlich nicht effektiv sein wird, angesichts der Bedeutung klinischer Erfahrung für den Risikobewertungsprozess.
Wood et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.