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HINTERGRUND: Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL), die häufigste hämatologische Malignität, besteht aus zahlreichen Subtypen. Die Ätiologie des NHL ist unvollständig verstanden, und zunehmende Beweise deuten darauf hin, dass Risikofaktoren je nach NHL-Subtyp variieren können. Aufgrund der geringen Fallzahlen gestaltete sich die Untersuchung subtype-spezifischer Risiken als herausfordernd. Das Internationale Lymphom-Epidemiologie-Konsortium unternahm daher das NHL-Subtypen-Projekt, einen internationalen kooperativen Versuch, die Ätiologien der NHL-Subtypen zu untersuchen. Dieser Artikel beschreibt im Detail die Projektbegründung und das Design. METHODEN: Wir haben individuelle Daten von 20 Fall-Kontroll-Studien (17471 NHL-Fälle, 23096 Kontrollen) aus Nordamerika, Europa und Australien zusammengeführt. Eine zentralisierte Datenharmonisierung und -analyse gewährleistete standardisierte Definitionen und Ansätze mit rigoroser Qualitätskontrolle. ERGEBNISSE: Die zusammengefasste Studienpopulation umfasste 11 spezifische NHL-Subtypen mit mehr als 100 Fällen: diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (N = 4667), follikuläres Lymphom (N = 3530), chronische lymphatische Leukämie/kleines lymphozytisches Lymphom (N = 2440), marginales Zonelymphom (N = 1052), peripheres T-Zell-Lymphom (N = 584), Mantelzelllymphom (N = 557), lymphoplasmatisches Lymphom/Waldenström-Makroglobulinämie (N = 374), Mycosis fungoides/Sézary-Syndrom (N = 324), Burkitt/Burkitt-ähnliches Lymphom/Leukämie (N = 295), haarzelleneukämie (N = 154) und akute lymphoblastische Leukämie/Lymphom (N = 152). Assoziationen mit der medizinischen Vorgeschichte, der Familiengeschichte, Lebensstilfaktoren und Berufen für jeden dieser 11 Subtypen werden in separaten Artikeln in dieser Ausgabe dargestellt, wobei ein abschließender Artikel die Risikofaktormuster zwischen den Subtypen quantitativ vergleicht. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das NHL-Subtypen-Projekt des Internationalen Lymphom-Epidemiologie-Konsortiums bietet die größte und umfassendste Untersuchung möglicher Risikofaktoren für eine breite Palette von häufigen und seltenen NHL-Subtypen bis heute. Die Analysen tragen zu unserem Verständnis der multifaktoriellen Natur der NHL-Subtypen-Ätiologien bei, motivieren hypothesengeleitete prospektive Untersuchungen, bieten Hinweise zur Prävention und veranschaulichen die Vorteile internationaler Konsortialzusammenarbeit in der Krebs-Epidemiologie.
Morton et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.