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Ein mangelndes Wissen über psychische Störungen und deren Behandlung trägt wahrscheinlich zur großen Behandlungsdiskrepanz bei, die für psychische Probleme berichtet wird. Daher studierten wir die Assoziation zwischen psychischer Gesundheitskompetenz (MHL) und aktivem Hilfeverhalten in einer Gemeinschaftsstichprobe. Die Teilnehmer wurden aus einer Zusatzbefragung zur 'Bern Epidemiological At-Risk' (BEAR) Studie über 16- bis 40-jährige Gemeindebewohner des Schweizer Kantons Bern rekrutiert. Zu Beginn lagen Daten von N = 1504 vor, und nach 3 Jahren waren Daten von N = 535 verfügbar. Basierend auf einer unbeschrifteten Fallvignette (zu Depression oder Schizophrenie) wurde die MHL mit dem Fragebogen von Angermeyer und Kollegen erfasst. Querschnittliche und longitudinale Basisprädiktoren für Hilfeverhalten wurden mittels Pfadanalyse untersucht. Zusätzlich wurden Sensitivitätsanalysen des prospektiven Modells für Geschlecht, Vignette und psychische Probleme/Störungen zu Beginn durchgeführt. Querschnittlich war Hilfeverhalten assoziiert mit der Nichtunterstützung biogenetischer Ursachenerklärungen, dem Vorhandensein von psychischen Problemen/Störungen, Hilfeverhalten vor der Baseline, schlechterer Funktionsfähigkeit und geringerer Gesundheitszufriedenheit. Das prospektive Modell war ähnlich; jedoch war das Hilfeverhalten beim Follow-up mit der Unterstützung der Ursachenerklärung 'Biogenetik' und zusätzlich 'Kindheitstrauma' assoziiert, nicht jedoch mit dem Vorhandensein von psychischen Problemen/Störungen zu Beginn. Sensitivitätsanalysen zeigten einen signifikanten Einfluss auf Geschlecht, Vignette und psychische Probleme/Störungen. Beispielsweise waren tatsächliche Funktionsprobleme bei Männern prädiktiv, während die Gesundheitszufriedenheit bei Frauen prädiktiv war. Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass zukünftige Studien zu Treibern des Hilfeverhaltens sehr große Gemeinschaftsstichproben mit Fallvignetten zu verschiedenen psychischen Störungen untersuchen sollten, um geeignete Subgruppen und deren wahrscheinliche Interaktionen zu erforschen, um gruppenspezifische Faktoren in Aufklärungskampagnen anzusprechen.
Osman et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.
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