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Die hormonelle Behandlung der Geschlechtsidentitätsstörung von männlich zu weiblich erfolgt in den Praxen von Hausärzten, Internisten und Endokrinologen sowie in etablierten Kliniken für Geschlechtsdysphorie. Trotz detaillierter und aktualisierter Behandlungsstandards für die Diagnostik, namentlich den Richtlinien der Harry Benjamin International Association, geben diese Richtlinien an, dass Ärzte einen großen Spielraum haben, welches Hormonpräparat sie verschreiben und welche Verabreichungswege sie auswählen können. Die Behandlung ist vielfältig und umfasst häufig Estrogendosen, die für biologische Frauen supraphysiologisch sind, manchmal sogar höher als die in derzeit verschriebenen oralen Verhütungsmitteln. Trotz klinischer Erfahrung und veröffentlichter Beweise, dass thromboembolische Phänomene durch ein hohes Estrogenregime induziert werden, wird diese Praxis fortgesetzt. Sowohl theoretische Argumente als auch klinische Erfahrungen unterstützen die Verwendung von Estrogendosen, die physiologisch für eine biologische Frau wäre, die dennoch eine Feminilisierung ermöglichen. Dies ist möglich, weil die Testosteronproduktion gleichzeitig unterdrückt wird und seine Wirkung mit Hilfe von Gestagenen und ausgewählten Antiandrogen-Medikamenten antagonisiert wird, die keine schwerwiegenden medizinischen Nebenwirkungen haben. Orales Estrogen, Medroxyprogesteron und Spironolacton werden häufig verschrieben, aber bestimmte Varianten werden durch unterschiedliche Risikofaktoren gefordert. Einige der wahrscheinlich kardiovaskulär schützenden Mechanismen von Estrogen bei biologischen Frauen haben sich beim transgenderen Individuum als anwendbar erwiesen, andere hingegen nicht. Niedrigdosierte Estrogenregime wurden bei 279 Personen mit Geschlechtsidentitätsstörung von männlich zu weiblich angewendet, die bis zu 12 Jahre in der Klinik des Autors verfolgt wurden. Weniger Patienten erlitten Herzinfarkte, zerebrovaskuläre Unfälle und thromboembolische Ereignisse als in der allgemeinen männlichen Bevölkerung zu erwarten wäre.
Rosemary Basson (Mon,) hat diese Frage untersucht.
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