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Das Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob Geschlecht, Jahreszeit und/oder Chronotyp das Schlafverhalten von Studierenden beeinflussen. Detaillierte Daten zu Aktivitäts-/Ruhemustern wurden durch Handgelenk-Aktigraphie in Kombination mit Tagebüchern gesammelt. Vierunddreißig Medizinstudenten (19 weiblich und 15 männlich) wurden mit Actiwatch-Aktometern über 15 aufeinanderfolgende Tage im Mai und erneut im November überwacht. Die Daten eines modifizierten Horne- und Ostberg-Chronotypfragebogens, die von 1573 weiblichen und 1124 männlichen Medizinstudenten, die im Frühling und Herbst über einen Zeitraum von acht Jahren befragt wurden, gesammelt wurden, wurden ausgewertet. Es wurde eine Actiwatch-Schlafanalysesoftware verwendet, um die Aktivitätsdaten zu verarbeiten, und statistische Analysen wurden mit ANOVA durchgeführt. Wir fanden keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Schlafeffizienz, der Schlaflatenz oder der tatsächlichen Schlafdauer. Allerdings entdeckten wir einen Unterschied in der Schlafeffizienz zwischen Morgen- und Abendtypen, wobei Morgenmenschen eine höhere Schlafeffizienz (87,9 %, SD=1,3) hatten als Abendmenschen (84,3 %, SD=0,87 %; p=0,007). Saisonale Unterschiede wurden ebenfalls festgestellt: Die tatsächliche Schlafdauer im Herbst war signifikant länger (Mittelwert 6,9 h, SD=0,13 h) als im Frühling (6,6 h, SD=0,1 h; p=0,013). Die Auswertung der Daten des Chronotypfragebogens zeigte, dass Personen ohne spezielle Präferenz für Morgen- oder Abendtyp (d.h. sogenannte Intermediäre) am häufigsten vorkamen. Die Verteilung der Chronotypen war mit dem Geschlecht des Probanden verbunden. Männer zeigten signifikant häufiger einen Abendtyp als Frauen (28,9 % Männer vs. 20,8 % Frauen; p<0,001), während Frauen eine stärkere Morgenneigung aufwiesen (20,3 % Frauen vs. 15,6 % Männer; p<0,001). Geschlecht beeinflusst die Verteilung der Chronotypen, aber nicht die tatsächliche Schlafdauer, die Schlaflatenz oder die Schlafeffizienz. Letztere unterschied sich jedoch zwischen den Chronotypen, während die tatsächliche Schlafdauer von der Jahreszeit beeinflusst wurde.
Lehnkering et al. (Mon.) untersuchten diese Frage.