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Wenn Patienten mit milder Hämophilie oder von-Willebrand-Krankheit (vWD) wiederholt mit Desmopressin (DDAVP) in relativ kurzen Zeitintervallen behandelt werden, können einige von ihnen weniger responsiv oder unempfindlich werden. Die Entwicklung von Tachyphylaxie würde die Nützlichkeit von DDAVP im klinischen Management dieser Patienten einschränken. Andererseits ist Tachyphylaxie nicht konsistent, und ihre Entwicklungsmuster sind unbekannt. Ziel dieser Studie war es, unter kontrollierten Bedingungen das Auftreten von Tachyphylaxie zu bewerten, indem intravenöses DDAVP (0,3 Mikrogramm/kg) an vier aufeinanderfolgenden Tagen einer ausgewählten Gruppe von Patienten mit milder Hämophilie A (n = 22) und Typ I vWD (n = 15) verabreicht wurde. Nach jeder Dosis maßen wir Parameter, von denen bekannt ist, dass sie sich nach DDAVP ändern, d.h. die Koagulantaktivität von Faktor VIII, die Blutungszeit, das von-Willebrand-Faktor-Antigen, den Ristocetin-Kofaktor und das Antigen des gewebe-spezifischen Plasminogenaktivators. Wir fanden heraus, dass die Reaktionen, die nach der zweiten Dosis von DDAVP erhalten wurden, im Durchschnitt etwa 30 % geringer waren als die nach der ersten Dosis, jedoch nach der dritten und vierten Dosis nicht weiter reduziert waren. Zu allen Zeitpunkten nach DDAVP reagierten Patienten mit vWD relativ besser als Patienten mit Hämophilie, und es gab weniger vWD-Patienten, die schlecht reagierten oder unempfindlich wurden. Bei vWD-Patienten gab es keine signifikanten Veränderungen in den Reaktionen der Blutungszeit sowie in Blutdruck und Herzfrequenz. Die klinischen Implikationen dieser Ergebnisse sind, dass wiederholte Dosen von DDAVP vielen Patienten (insbesondere denen mit vWD) effektiv verabreicht werden können, auch wenn geringere Reaktionen als die nach der ersten Dosis zu erwarten sind.
Mannucci et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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