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Genetisierung bezieht sich auf die wachsende Tendenz, Gesundheit, Verhalten und Identität primär durch genetische Begriffe zu erklären, oft auf Kosten sozialer, umweltbedingter und kultureller Faktoren. Dieses Papier bietet einen neuen Beitrag zum globalen Diskurs über Genetisierung - ein Phänomen, das intensiv in westlichen, überwiegend säkularen Kontexten untersucht wurde, indem es die ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen (ELSI) in den muslimisch geprägten Gesellschaften der Golf-Kooperationsrat (GCC) Region kritisch analysiert. Während genetische Screening-Programme wie pränatale, neugeborene und eheliche Screening (PMS) in den GCC-Ländern an Bedeutung gewinnen, oft unterstützt durch fortschrittliche Technologien wie Whole Genome Sequencing und Whole Exome Sequencing, stehen sie nicht nur vor global anerkannten Bedenken, sondern auch vor spezifischen religiös-ethischen und soziokulturellen Herausforderungen, die Engagement mit islamischen moralischen Rahmenbedingungen erfordern. Anhand einer eingehenden Analyse interdisziplinärer Literatur identifiziert die Studie zentrale ethische Spannungen, die theologische Sensibilitäten, informierte Einwilligung, individuelle Autonomie, genetische Diskriminierung, Stigmatisierung, Eugenik und das Management von Zufallsbefunden betreffen. Das Papier hebt zudem rechtliche Inkonsistenzen in den PMS-Vorgaben und die sich entwickelnde regulatorische Landschaft für genomische Forschung in der Region hervor. Soziale Implikationen, einschließlich hoher Raten von Verwandtenehen, unterschiedlicher Niveaus des öffentlichen Bewusstseins und der Gemeinschaftsreaktion auf Screening-Programme, verdeutlichen die Notwendigkeit kulturell sensibler Ansätze, die mit lokalen Werten und Normen in Einklang stehen. Durch die Hervorhebung dieser regionsspezifischen Dynamiken fördert dieses Papier ein kontextuell fundiertes und ethisch sensibles Verständnis von Genetisierung über ihre westlichen Grundlagen hinaus. Damit bietet es neue Perspektiven für den Umgang mit den ELSI der Genomik im GCC, mit größerer Relevanz für die arabische Welt.
Shaheen et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.