Das kardiorenale Syndrom ist eine komplexe Multiorganerkrankung mit unzureichenden Therapien, obwohl die jüngste Identifizierung von unkonventionellen Faktoren wie der Dysbiose des Darms einen Paradigmenwechsel in der Behandlung fördert.
Überblick
Dieser Überblick beschreibt die komplexe Pathophysiologie des kardiorenalen Syndroms und diskutiert aufkommende therapeutische Ziele wie Dysbiose des Darms und urämische Toxine.
Das kardiorenale Syndrom (CRS) ist eine Multiorganerkrankung, die Funktionsstörungen des Herzens, der Nieren und des Gefäßsystems umfasst. CRS ist ein weltweites Problem mit hoher Morbidität, Mortalität und stellt eine erhebliche Belastung für das Gesundheitswesen dar. Die Pathophysiologie ist komplex und umfasst Interaktionen zwischen Neurohormonen, Entzündungsprozessen, oxidativem Stress und Stoffwechselstörungen. Die Therapien sind unzureichend und bestehen hauptsächlich aus symptomatischer Behandlung mit minimalen Aussichten auf vollständige Genesung. Zu den Herausforderungen gehört die Begrenzung der widersprüchlichen Effekte von auf mehrere Organe ausgerichteten Arzneimittelverschreibungen und die kontinuierliche Überwachung von Flüssigkeitsüberladung. Neue Strategien wie die Multiorgantransplantation und innovative Dialysemodalitäten wurden in Betracht gezogen, fehlen jedoch an Nachweisen im Kontext des CRS. Der ergänzende Einsatz von Arzneimitteln, die alternative Pathways anvisieren und in präklinischen Modellen positive Ergebnisse zeigen, bedarf ebenfalls weiterer Validierung in der Klinik. In den letzten Jahren haben Studien die Beteiligung von Dysbiose des Darms, Ansammlung von urämischen Toxinen, Ungleichgewicht von Sphingolipiden und anderen unkonventionellen Faktoren identifiziert, was einen Paradigmenwechsel in der Therapie des CRS angestoßen hat.
Savira et al. (Mon,) führten einen Überblick über das kardiorenale Syndrom durch. Das kardiorenale Syndrom ist eine komplexe Multiorganerkrankung mit unzureichenden Therapien, obwohl die jüngste Identifizierung von unkonventionellen Faktoren wie der Dysbiose des Darms einen Paradigmenwechsel in der Behandlung fördert.