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Suizid ist nicht nur ein individuelles Phänomen, sondern wird auch von sozialen und umweltbedingten Faktoren beeinflusst. Angesichts der hohen Suizidrate und der Fülle an sozialen Mediendaten in Südkorea haben wir das Potenzial dieses neuen Mediums zur Vorhersage von vollzogenen Suiziden auf Bevölkerungsebene untersucht. Wir haben zwei Variablen aus sozialen Medien (suizidbezogene und dysphoriebezogene Blogeinträge) zusammen mit klassischen sozialen, wirtschaftlichen und meteorologischen Variablen als Prädiktoren für Suizid über einen Zeitraum von 3 Jahren (2008 bis 2010) getestet. Beide Variablen aus sozialen Medien waren stark mit der Suizidfrequenz assoziiert. Die Suizidvariable zeigte eine hohe Variabilität und reagierte auf Ereignisse von Prominenten, während die Dysphorie-Variable längere säkulare Trends zeigte, mit geringerer Variabilität. Wir interpretieren diese als Spiegelungen des sozialen Affekts und der sozialen Stimmung. Im abschließenden multivariaten Modell verdrängten die beiden Variablen aus sozialen Medien, insbesondere die Dysphorie-Variable, zwei klassische wirtschaftliche Prädiktoren - Verbraucherpreisindex und Arbeitslosenquote. Das Vorhersagemodell, das mit dem 2-jährigen Trainingsdatensatz (2008 bis 2009) entwickelt wurde, wurde in den Daten für 2010 validiert und war robust in einer Sensitivitätsanalyse, die die Effekte von Prominentensuiziden kontrollierte. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass soziale Mediendaten bei der nationalen Suizidvorhersage und -prävention von Nutzen sein können.
Won et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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