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HINTERGRUND: Eine diabetische Retinopathie (DR) kann zu Sehbehinderungen und Blindheit führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Das frühzeitige Erkennen der Barrieren/Faktoren im Vergleich verschiedener Einkommenskontexte kann die Entwicklung eines erfolgreichen Screening-Programms für DR (DRS) beschleunigen. Dies wäre besonders in einkommensschwachen Bereichen mit einer zunehmenden Prävalenz von DR anwendbar. ZIELE: Ziel dieser systematischen Übersichtsarbeit ist es, die Barrieren/Faktoren für DRS in unterschiedlichen Kontexten aus der Perspektive sowohl der Verbraucher, d. h. Personen mit Diabetes (PwDM), als auch der Anbieter sowie der systembezogenen Faktoren in verschiedenen Einkommenskontexten zu identifizieren und zu kontrastieren. METHODEN: Wir haben MEDLINE, Embase, CENTRAL in der Cochrane Library von Beginn der Datenbanken bis Dezember 2018 durchsucht. Wir haben die Studien eingeschlossen, die über Barrieren und Faktoren für den Zugang zu DRS-Diensten auf der Grundlage von Gesundheitseinrichtungen berichteten. Wir haben Themen, die mit den Verbrauchern (Einzelpersonen), Anbietern und den Gesundheitssystemen (Umfeld) zu tun hatten, als Hauptdimensionen gemäß den Konstrukten der Sozial-kognitiven Theorie kategorisiert und synthetisiert, unterstützt durch quantitative Maße, d. h. Chancenverhältnisse, wie sie von den Autoren der jeweiligen Studien berichtet wurden. HAUPTERGEBNISSE: Wir haben 77 Studien einbezogen, die hauptsächlich die Barrieren und Faktoren beschrieben. Die meisten der Studien stammten aus einkommensstarken Kontexten (72,7 %, 56/77) und waren querschnittlich angelegt (76,6 %, 59/77). Aus der Perspektive der Verbraucher wurden Mangel an Wissen, Einstellung, Bewusstsein und Motivation als Hauptbarrieren identifiziert. Zu den Faktoren gehörten die Angst vor Blindheit, die Nähe zur Screening-Einrichtung, Erfahrungen mit Sehverlust und die Sorge um Augenkomplikationen. Aus der Perspektive der Anbieter waren Mangel an qualifiziertem Personal, Schulungsprogramme, Infrastruktur für die retinalen Bildgebung und die Kosten der Dienstleistungen die Hauptbarrieren. Höhere Chancen auf Inanspruchnahme der DRS-Dienste wurden beobachtet, wenn PwDM Gesundheitsbildung erhielten (Chancenverhältnis (OR) 4,3) und Wissen über DR hatten (OR-Bereich 1,3-19,7). FAZIT: Das Wissen um die Barrieren für den Zugang zu DRS ist eine Voraussetzung für die Entwicklung eines erfolgreichen Screening-Programms. Das Bewusstsein, Wissen und die Einstellung der Verbraucher sowie die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal und Infrastruktur traten als die Hauptbarrieren für den Zugang zu DRS in jedem Einkommenskontext hervor.
Piyasena et al. (Di.) haben diese Fragestellung untersucht.