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Die Tyrosinphosphorylierung mehrerer Thrombozytenproteine wird durch Thrombin und andere Agonisten angeregt, die Thrombozytenaggregation und -sekretion verursachen. Die Phosphorylierung einer Teilmenge dieser Proteine, inklusive einer Protein-Tyrosinkinase, pp125FAK, ist abhängig von der Thrombozytenaggregation, die auf die Fibrinogenbindung an Integrin alpha IIb beta 3 folgt. In diesem Bericht untersuchten wir, ob die Fibrinogenbindung an sich einen Prozess der Tyrosinphosphorylierung in Abwesenheit exogener Agonisten auslöst. Die Bindung von löslichem Fibrinogen wurde mit Fab-Fragmenten eines Anti-beta 3-Antikörpers (anti-LIBS6) induziert, welcher die Fibrinogenbindungsstelle in alpha IIb beta3 direkt exponiert. Proteine von 50–68 kD und 140 kD wurden auf Tyrosin-Resten auf Fibrinogen-abhängige Weise phosphoryliert. Diese Reaktion erforderte keine Prostaglandinsynthese, keinen Anstieg des zytosolischen freien Kalziums, keine Thrombozytenaggregation oder Granulensekretion und war auch nicht mit der Tyrosinphosphorylierung von pp125FAK assoziiert. Die Tyrosinphosphorylierung der 50–68-kD- und 140-kD-Proteine wurde auch beobachtet, wenn (a) die Fibrinogenbindung durch Agonisten wie Epinephrin, ADP oder Thrombin anstelle von anti-LIBS6 stimuliert wurde; (b) Fragment X, ein dimeres, von Plasmin abgeleitetes Fragment von Fibrinogen, anstelle von Fibrinogen verwendet wurde; oder (c) alpha IIb beta 3-Komplexe durch Antikörper gekreuzt wurden, selbst in Abwesenheit von Fibrinogen. Im Gegensatz dazu wurde keine Tyrosinphosphorylierung beobachtet, als das Ligand aus monomeren ZellanerkennungPeptiden abgeleitet von Fibrinogen (RGDS oder gamma 400-411) bestand. Die Fibrinogen-abhängige Tyrosinphosphorylierung wurde durch Cytochalasine D gehemmt. Diese Studien zeigen, dass die Fibrinogenbindung an alpha IIb beta 3 einen Prozess der Tyrosinphosphorylierung initiiert, der der Thrombozytenaggregation und der Phosphorylierung von pp125FAK vorausgeht. Diese Reaktion könnte von der Oligomerisierung von Integrin-Rezeptoren und vom Zustand der Aktin-Polymerisation abhängen, organisatorische Prozesse, die Tyrosinkinasen mit ihren Substraten juxtapositionieren könnten.
Huang et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.