Verändert die konstant-rhythmische Stimulation die täglichen Schwankungen der ventrikulären und atrialen Refraktärzeit im Vergleich zum spontanen Sinusrhythmus bei Patienten mit komplettem AV-Block?
Die ventrikuläre Refraktärzeit wird hauptsächlich indirekt durch den autonomen Ton über Herzfrequenzschwankungen beeinflusst, während die atriale Refraktärzeit auch von direkten neuralen Einflüssen betroffen ist.
Die relative Bedeutung der direkten und indirekten Effekte des autonomen Tons auf die täglichen Schwankungen der refraktärzeit in menschlichen Ventrikeln und Vorhöfen ist nicht gut bekannt. In dieser Studie wurden die zirkadianen Rhythmen der effektiven Refraktärzeiten (ERPs) der Ventrikel und Vorhöfe bei zehn Patienten (Durchschnittsalter 62 +/- 10 Jahre) gemessen, die einen permanenten dual chamber Schrittmacher aufgrund eines kompletten atrioventrikulären (AV) Blocks hatten. Die ERP wurde in 4-Stunden-Intervallen während des spontanen Sinusrhythmus mit ventrikulärer Stimulation (Tag 1) und während der konstanten Dual-Chamber-Stimulation (Tag 2) gemessen. Die Cosinoranalyse zeigte, dass die ventrikuläre ERP einen signifikanten täglichen Rhythmus im Sinusrhythmus aufwies (Amplitude, 12 ms; 95 % Konfidenzintervalle 1-24 ms), jedoch nicht während der konstanten Stimulation (Amplitude, 4 ms; 95 % Konfidenzintervalle -3-12 ms). Die atriale ERP hatte einen signifikanten Rhythmus sowohl bei spontaner Sinusrate (Amplitude, 19 ms; Konfidenzintervalle 13-24 ms) als auch bei konstanter Herzfrequenz (Amplitude, 11 ms; Konfidenzintervalle 1-21 ms) mit einem Akrophasenmaximum während der Schlafenszeit. Der Anstieg der Herzfrequenz während der Dual-Chamber-Stimulation führte zu einem markanteren Rückgang der durchschnittlichen 24-Stunden-ERP im Ventrikel als im Vorhof (46 +/- 9 ms gegenüber 12 +/- 6 ms, P < 0,01). Somit ist die Refraktärzeit im Ventrikel stärker von der Frequenz abhängig als im Vorhof, und die autonomen Einflüsse auf die ventrikuläre Refraktärzeit sind hauptsächlich indirekt, via Schwankungen der Sinusrate, während die atriale Refraktärzeit auch von direkten neuralen Einflüssen und/oder anderen frequenzunabhängigen Faktoren beeinflusst wird.
Huikuri et al. (1995) haben diese Frage untersucht.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: