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Emotionserkennung und Empathiefähigkeiten erfordern die Integration von kontextuellen Informationen in realen Szenarien. Frühere Berichte haben diese Bereiche bei jugendlichen Straftätern (AOs) untersucht, aber keine Aufgaben verwendet, die alltägliche Situationen nachbilden. In dieser Studie haben wir ökologische Messungen mit unterschiedlichen Ebenen kontextueller Abhängigkeit einbezogen, um die Emotionserkennung und Empathie bei AOs im Vergleich zu Nichtstraftätern zu bewerten, wobei wir den Einfluss demografischer Variablen kontrolliert haben. Wir haben auch den Einfluss von fluiden Intelligenz (FI) und exekutiven Funktionen (EFs) auf die Vorhersage relevanter Defizite in diesen Bereichen untersucht. Unsere Ergebnisse zeigten, dass AOs Defizite in kontextsensitive Messungen der Emotionserkennung und kognitiven Empathie aufweisen. Schwierigkeiten in diesen Aufgaben konnten weder durch demografische Variablen erklärt noch durch FI oder EFs vorhergesagt werden. Die Leistung bei Messungen, die einfachere Stimuli umfassten oder durch explizites Wissen gelöst werden konnten, war entweder nur teilweise von demografischen Variablen betroffen oder bei AOs erhalten. Diese Befunde deuten darauf hin, dass AOs kontextuelle soziale Kognitionsbeeinträchtigungen aufweisen, die relativ unabhängig von grundlegenden kognitiven Funktionen und demografischen Variablen sind.
González-Gadea et al. (Dienstag) haben diese Frage untersucht.