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Dieser Artikel betrachtet kritisch, was auf dem Spiel steht mit dem Aufkommen einer ‚präemptiven‘ Sicherheitspolitik, die auf der Governance der Zukunft durch anticipatorische Interventionen in der Gegenwart basiert. Er beginnt mit einer detaillierten Darstellung, wie die Idee der Präemption die globale Governance von (Un)Sicherheit in der Post-9/11-Ära geprägt hat. Anschließend wird die Logik der präemptiven Sicherheit selbst diskutiert. Hier wird argumentiert, dass der Fokus auf die Zukunft eine Priorisierung der Vorstellungskraft in ihrer Entscheidungslogik impliziert, was die Subjektivität der staatlichen Autoritäten unter einem präemptiven Ansatz erhöht. Der Artikel erweitert diesen Anspruch, indem er untersucht, wie er einen wichtigen konzeptionellen Zusammenhang zwischen einer Politik der Präemption und politischem Ausnahmezustand nahelegt. Er schließt dann mit der Feststellung, dass die Vorstellung von präemptiver Sicherheit als konzeptionell inkohärent angesehen werden kann, da dieser Zusammenhang ihre Fähigkeit, einen Zustand hervorzubringen, der mit dem Verständnis von ‚Sicherheit‘ übereinstimmt, das ihrem eigenen normativen Rahmen zugrunde liegt, beeinträchtigt. Folglich kann die praktische Durchführbarkeit und politische Legitimität der Präemption als Rationalität für die Governance von (Un)Sicherheit ernsthaft in Frage gestellt werden.
Liam Stockdale (Wed,) hat diese Frage untersucht.