Die geschlechts- und gendersensible Medizin (SGSM) ist nach wie vor unzureichend in die medizinische Ausbildung integriert, was den Bedarf an sowohl fachlichen Inhalten als auch struktureller Einbettung über die Curricula hinweg hervorhebt. Dieser Artikel bietet einen pragmatischen Ansatz zur Implementierung von SGSM unter Verwendung des Edu-GRAS-Stufenmodells, das Fakultäten dabei unterstützt, ihren aktuellen Status zu bewerten und die nächsten Schritte zu planen. Um die praktische Anwendung zu unterstützen, gibt der Artikel konkrete Empfehlungen zur Verankerung von SGSM über die Fachrichtungen hinweg sowie einen Anwendungsfall einer curricularen Kartierung in einem klinischen Grundstudium. Empfehlungen werden für die Curriculum-Entwicklung, die Einbindung von Interessengruppen und die Ausrichtung an Akkreditierungs- und Qualitätssicherungsprozessen gegeben, wodurch SGSM als grundlegender Bestandteil einer gerechten, evidenzbasierten und institutionell verankerten medizinischen Ausbildung positioniert wird.
Wortmann et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.