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HINTERGRUND: Viele Studien haben niedrige Raten effektiver Krebsbehandlungen dokumentiert, insbesondere bei älteren oder minderheitlichen Bevölkerungsgruppen. Es ist jedoch wenig darüber bekannt, warum effektive Therapien in diesen Bevölkerungsgruppen unterverwendet werden. METHODEN: Die Autoren haben die medizinischen Unterlagen von 584 Patienten mit Krebs, die in Einrichtungen des Ministeriums für Veteranenangelegenheiten diagnostiziert oder behandelt wurden, untersucht, um die Gründe für das Fehlen von 1) Operationen bei Stadium I/II nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, 2) Operationen bei Stadium I/II/III Rektumkrebs, 3) adjuvanter Strahlentherapie bei Stadium II/III Rektumkrebs und 4) adjuvanter Chemotherapie bei Stadium III Kolorektalkrebs zu bewerten. Sie bewerteten auch Unterschiede in den Gründen für die Unterverwendung nach Alter und Rasse der Patienten. ERGEBNISSE: Bei den 4 empfohlenen Behandlungen wurden 92 % bis 99 % der berechtigten Patienten an den entsprechenden Krebsspezialisten überwiesen; jedoch wurde die Therapie nur in 74 % bis 92 % der berechtigten Fälle empfohlen. Schlechte Gesundheit wurde in den medizinischen Unterlagen als Grund für das Fehlen einer Therapie in 15 % bis 61 % der Unterverwendungsfälle angegeben; die Ablehnung durch die Patienten erklärte 26 % bis 58 % der Unterverwendungsfälle. Afroamerikanische Patienten waren eher bereit, die Operation abzulehnen. Ältere Patienten lehnten eher Behandlungen ab. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Empfehlung gegen die Therapie war ein wesentlicher Faktor für die Unterverwendung effektiver Therapien bei älteren und kränkeren Patienten. Die Ablehnung von Therapien durch die Patienten trug zu Alters- und Rassenungleichheiten in der Versorgung bei. Verbesserte Daten zur Wirksamkeit von Krebsbehandlungen in Gemeinschaftsbevölkerungen und Interventionen, die auf eine verbesserte Kommunikation bekannter Risiken und Vorteile von Therapien für Krebspatienten abzielen, könnten wirksame Instrumente zur Reduzierung der Unterverwendung und der bestehenden Ungleichheiten in der Versorgung sein.
Landrum et al. (Mittw.) haben diese Frage untersucht.
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