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HINTERGRUND: Die medizinische Behandlung von Frauen mit etablierter Osteoporose kann die Inzidenz zukünftiger Frakturen verringern. Postmenopausale Frauen, die eine distale Radiusfraktur erlitten haben, weisen eine verminderte Knochendichte auf und haben beinahe doppelt so viel Risiko für eine zukünftige Hüftfraktur. Ziel dieser Studie war es, die Angemessenheit der Diagnose und Behandlung von Osteoporose bei postmenopausalen Frauen nach einer akuten Fraktur des distalen Teils des Radius zu bewerten. METHODEN: Eine retrospektive Kohortenstudie wurde mit Daten einer Anspruchsdatenbank durchgeführt, die mehr als drei Millionen Patienten aus dreißig Bundesstaaten umfasst, die in mehreren Krankenkassen eingeschrieben sind. Alle Frauen im Alter von fünfundfünfzig Jahren oder älter, die zwischen dem 1. Juli 1994 und dem 30. Juni 1997 eine distale Radiusfraktur erlitten hatten, wurden in der Datenbank identifiziert. Nur Patienten mit mindestens sechs Monaten kontinuierlicher und vollständiger medizinischer und pharmazeutischer Gesundheitsversorgung ab dem Datum der Fraktur wurden eingeschrieben, um sicherzustellen, dass alle Gesundheitsansprüche in der Datenbank erfasst wurden. Diese Kohorte von Patienten wurde dann ausgewertet, um den Anteil derjenigen zu bestimmen, die innerhalb von sechs Monaten nach der Fraktur entweder eine diagnostische Knochendichtemessung oder eine Behandlung mit einem empfohlenen Medikament für etablierte Osteoporose (Östrogen, ein Bisphosphonat oder Calcitonin) erhalten hatten. ERGEBNISSE: Eine Recherche in der Datenbank identifizierte 1.162 Frauen, fünfundfünfzig Jahre oder älter, die eine distale Radiusfraktur hatten. Von diesen 1.162 Patienten unterzogen sich dreiunddreißig (2,8 Prozent) einer Knochendichtemessung und 266 (22,9 Prozent) wurden mindestens mit einem der für die Behandlung etablierter Osteoporose zugelassenen Medikamente behandelt. Zwanzig Frauen hatten sowohl eine Knochendichtemessung als auch eine Arzneimitteltherapie erhalten. Daher erhielten nur 279 (24,0 Prozent) der 1.162 Frauen, die eine distale Radiusfraktur erlitten haben, eine diagnostische Evaluierung oder eine Behandlung der Osteoporose. Es gab einen signifikanten Rückgang der Behandlungsrate von Osteoporose mit zunehmendem Patientenalter zum Zeitpunkt der Fraktur (p < 0,0001). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die derzeitige ärztliche Praxis könnte für die Diagnose und Behandlung von Osteoporose bei postmenopausalen Frauen, die eine distale Radiusfraktur erlitten haben, unzureichend sein.
Freedman et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.