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Lehrqualität ist ein entscheidender Faktor in der Hochschulbildung. Die Forschung zu diesem Thema erfordert oft die Bewertung der Lehrqualität als globales Konstrukt anhand von Selbstberichten. Diese Instrumente werden jedoch kritisiert, da es an Übereinstimmung zwischen den Berichten der Lehrenden und den Bewertungen der Studierenden zu Lehrpraktiken mangelt. Wir argumentieren, dass, während Lehrende bestimmte Dimensionen der Lehrqualität über- oder unterschätzen können, die Aggregation dieser Dimensionen in Form einer übergreifenden Lehrqualität die Unterschiede in der Lehrqualität zwischen Lehrenden gut widerspiegelt. Dementsprechend testen wir ein zehnpunktiges Maß, das es der Fakultät ermöglicht, ihre Lehrqualität basierend auf den im SEEQ (Marsh, 1982, 2007) unterscheidenen Aspekten selbst zu berichten. Anhand von 15.503 Bewertungen der Lehrqualität in 889 Sitzungen, die von 97 Fakultätsmitgliedern gelehrt wurden, führten wir eine doppelt latente Multi-Level-Modellierung durch, wobei wir Bias- und Ungerechtigkeitsvariablen berücksichtigten, um die übergeordnete Lehrqualität zu modellieren, die von den Studierenden bewertet wurde, und gleichzeitig Messfehler und potenzielle Verzerrungen durch die Bewertungssituation korrigierten. Dieser globale Faktor der Lehrqualität war stark mit der selbstberichteten Lehrqualität der Lehrenden assoziiert (ρ = .74), was wir als Beleg dafür interpretieren, dass globale Berichte der Lehrenden über Lehrqualität sinnvolle Indikatoren für übergreifende Lehrqualität in der nomothetischen Forschung in der Hochschulbildung sein können.
Daumiller et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.