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Die Populationsdynamik der endemischen Cholera in städtischen Umgebungen - insbesondere die interannuelle Variation in der Größe und Verteilung saisonaler Ausbrüche - bleibt schlecht verstanden und hochgradig unvorhersehbar. Teilweise ist diese Situation auf die erhebliche demografische, sozioökonomische und Umwelt-Heterogenität großer und wachsender städtischer Zentren zurückzuführen. Trotz dieser Heterogenität wird der Einfluss der klimatischen Variabilität auf die Populationsdynamik von Infektionskrankheiten als großflächiges, regionales Phänomen betrachtet und wurde daher für Cholera bisher nur mit temporalen Modellen behandelt, die keine räumliche Struktur incorporieren. Hier zeigen wir, dass ein probabilistisches räumliches Modell die Cholera-Dynamik in der Megastadt Dhaka, Bangladesch, erklären kann und eine Basis für Cholera-Vorhersagen mit Vorlaufzeiten von 11 Monaten bietet. Kritisch stellen wir fest, dass die Wirkung der klimatischen Variabilität (El Niño-Südoszillation und Überschwemmungen) ziemlich lokalisiert ist: Es gibt einen klimawirksamen urbanen Kern, der das Risiko auf den Rest der Stadt überträgt. Der hier präsentierte Modellrahmen sollte auf Cholera in anderen Städten ebenso anwendbar sein wie auf andere Infektionskrankheiten in städtischen Umgebungen und andere biologische Systeme mit spatiotemporalen Wechselwirkungen.
Reiner et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.