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Derzeit gibt es in Europa über 30 nationale Ethikcodes für den Journalismus. Die Anzahl der Codes übersteigt die der Presse- und Medienräte — momentan sind in Europa 20 funktionierende Räte aktiv. Die meisten der Codes wurden von Journalistenverbänden aufgestellt und in den 1990er Jahren überarbeitet. Mehrere völlig neue Codes wurden kürzlich in den neuen Mittel- und osteuropäischen Demokratien geschaffen. Dieser Artikel berichtet über eine Studie von 31 Codes (die 29 Länder repräsentieren). Die häufigsten Funktionen der europäischen Codes bestehen darin, Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und den Quellen zu zeigen und die berufliche Integrität von Journalisten vor externen Eingriffen zu schützen. Auf allgemeiner Ebene sind die Codes ähnlich — 13 Hauptthemen sind in fast allen präsent. Auf der Ebene einzelner Prinzipien gibt es jedoch mehrere Unterschiede. Von 61 verglichenen ethischen Prinzipien sind nur 24 in mehr als der Hälfte der Codes vorhanden. Die häufigsten Prinzipien betonen die Wahrhaftigkeit der Informationen, das Verbot der Diskriminierung aufgrund von Rasse, Geschlecht usw., faire Mittel beim Sammeln der Informationen, Integrität der Quelle und des Journalisten sowie die Freiheit der Meinungsäußerung und des Kommentars. Die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den nationalen Codes scheinen keinen geografischen, sprachlichen oder anderen traditionellen Trennlinien zu folgen.
Tiina Laitila (Freitag) hat diese Frage untersucht.