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Diese empirische Studie untersucht die Verhaltensfolgen von Akkulturationsbelastungen bei Latino-Jugendlichen in häuslichen und schulischen Rahmenbedingungen. Es werden zwei theoretisch abgeleitete Hypothesen getestet. Erstens werden wenig akkulierte Latinos, die Belastungen im Zusammenhang mit schnellen kulturellen und sprachlichen Übergängen erfahren, von ihren Eltern und Lehrern mit mehr Verhaltensproblemen berichtet. Zweitens werden hochakkulturierte Latinos, die mehr Akkulturationsbelastungen, die mit der Wahrnehmung diskriminierender Behandlung und der Internalisation von Minderheitenstatus verbunden sind, berichten von mehr Verhaltensproblemen bei Eltern und Lehrern. Die Daten stammen aus den Selbstberichten von 2.360 Jugendlichen im Großraum Miami (Florida) sowie den Berichten ihrer Lehrer und Eltern. Problematische Verhaltensweisen wurden mit der Child Behavior Checklist und dem Teacher Report Form gemessen. Die Belastungsmaße umfassten Sprachkonflikte, Akkulturationskonflikte, wahrgenommene Diskriminierung und die Wahrnehmung einer geschlossenen Gesellschaft. Die Ergebnisse zeigten eine allgemeine Bestätigung beider Hypothesen. Unter den Einwandererjugendlichen waren nur Sprachkonflikte mit berichteten Verhaltensproblemen von Lehrern und Eltern verbunden. Unter den in den USA geborenen Jugendlichen waren Sprachkonflikte, wahrgenommene Diskriminierung und Wahrnehmungen einer geschlossenen Gesellschaft mit Verhaltensproblemen verbunden, die von Lehrern, jedoch nicht von Eltern gemeldet wurden. Die zentrale Erkenntnis ist, dass sowohl einwandernde als auch nicht einwandernde Latino-Jugendliche wahrscheinlich eine Vielzahl von Akkulturationsbelastungen im Schulsetting erfahren, die die Rollenperformance beeinträchtigen und die Bildungserwartungen senken können.
Vega et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.
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