Key points are not available for this paper at this time.
Das Alltagsleben erweitert die Debatten über die Rolle kapitalistischer Produktionsverhältnisse in der Raumproduktion und Urbanisierung auf die Praktiken des Alltagslebens. Der digitale Raum ist mit der umfangreichen Nutzung sozialer Medien durch Einzelpersonen und Institutionen als Schlüsselkommunikationssphäre Teil des Alltags geworden. In diesem Zusammenhang untersucht das Papier die Rolle des digitalen Raums in den Prozessen der Raumproduktion und die Rolle der vernetzten Praktiken der Kommunalverwaltungen in diesen Prozessen. Die Untersuchung der Praktiken der Kommunalverwaltungen und deren Engagement mit Einzelpersonen eröffnet Bereiche der Erforschung für das Alltagsleben, die lokale Governance und die institutionelle Politik. Das Papier beleuchtet diese anhand zweier Fallstudien über Handlungen des Alltagslebens: Urlaubsreisen während des Wiedergangs einer Wahlkampfkampagne und Silvesterfeiern in der Türkei. Es diskutiert das dialektische Verhältnis zwischen dem erlebten Raum und dem konzipierten Raum (Lefebvre, 1991) und wie die Alltagspolitik mit dem Alltagsleben durch die Praktiken der Kommunalverwaltungen verschmilzt, indem es sich auf die vernetzten (Castells, 2004) Engagements zwischen Kommunalverwaltungen und gewöhnlichen Bürgern durch die Nutzung sozialer Medien konzentriert. Es kommt zu dem Schluss, dass der digitale Raum als Vermittler wirkt, in dem das Konzipierte und das Erlebte verschmolzen werden.
Serin et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.