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Zusammenfassung Präsentismus ist problematisch, da er mit geringerem Gesundheitszustand und Produktivität in Verbindung steht. Frühere Forschungen untersuchten viele arbeitsbezogene und attitudinale Variablen, die sich auf Präsentismus auf individueller Ebene beziehen. Hier konceptualisieren wir Präsentismus als ein multilevel Phänomen, das auch durch das allgemeine Anwesenheitsverhalten (Absentismus und Präsentismus) auf der Arbeitseinheit geprägt ist. Wir haben Mitarbeiter in einem Produktionsbetrieb zu Präsentismus, gesundheitsbezogenen verlorenen produktiven Zeiten (HLPT) und Absentismus (N = 911, 22 Einheiten) befragt und vorhergehende (letzte 12–7 und 6 Monate) objektive Absentismusdaten aggregiert auf Einheitsebene gesammelt. Bei Betrachtung der antecedentien auf individueller Ebene sagten nur höhere physische Anforderungen eine längere Abwesenheitsdauer voraus. Präsentismus korrelierte positiv mit physischen Anforderungen, einer belastenden sozialen Umgebung und organisatorischer Identifikation und negativ mit der Austauschbarkeit sowie mit den grundlegenden Selbstbewertungen. Diese Beziehungen waren ähnlich für HLPT als Ergebnis. Hinsichtlich der Faktoren auf Einheitsebene korrelierte die vorhergehende Abwesenheitsfrequenz auf Einheitsebene (aber nicht die Dauer) negativ mit Präsentismus. Die negative Beziehung zwischen grundlegenden Selbstbewertungen und individuellem Präsentismus nahm in einem stärkeren Präsentismus-Kontext ab, was den hypothesisierten kreuz-ebeneneffekt der Stärke des Präsentismus-Kontexts auf Einheitsebene unterstützt. Darüber hinaus korrelierte individueller und Einheitsebene Präsentismus, wie erwartet, stärker mit Gesundheitsbeschwerden als mit Absentismus. Unsere Studie zeigt den Wert eines kontextuellen, multilevel Ansatzes zum Verständnis von Antezedenzien und Folgen des Anwesenheitsverhaltens.
Nowak et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.
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