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Zusammenfassung Diese Arbeit konzentriert sich auf das Zusammenspiel zwischen Rechnungslegungsstandards und Steuergesetzen im Kontext von regulatorischem Arbitrage, indem die Entwicklung von synthetischen Leasingverträgen, insbesondere in den USA, untersucht wird. Bei einem synthetischen Leasingvertrag bleibt der Leasingvertrag in der Finanzberichterstattung des Leasingnehmers außerbilanziell, während Abschreibungen und Zinsaufwendungen steuerlich abgesetzt werden können. Die Arbeit zeigt anhand der sich entwickelnden Strukturen synthetischer Leasingverträge der letzten 30 Jahre, wie finanzielle Ingenieure in der Lage waren, dieses komplexe Instrument ständig umzuorganisieren, um es trotz regulatorischer Änderungen außerbilanziell zu halten. Konkret wird gezeigt, dass die jüngste Überarbeitung der Leasingrechnungslegungsstandards im Jahr 2016 – die das Ende der außerbilanziellen Leasingverträge unter IFRS und US-GAAP markieren sollte – zu einer Wiederbelebung der Nachfrage nach synthetischen Leasingverträgen führte, da die steuerlichen Vorteile die Strukturierungskosten übersteigen. Die Arbeit trägt zur Debatte über den Wandel hin zu internationaler Rechnungslegungs-Konvergenz (einschließlich US-GAAP und IFRS) bei und argumentiert, dass Versuche, regulatorisches Arbitrage zu begrenzen, auch die wechselseitigen Verbindungen zwischen Rechnungslegungsstandards und Steuergesetzen berücksichtigen sollten. Beispielsweise sollten Steuergesetze als ein Mittel betrachtet werden, um regulatorisches Arbitrage in der Finanzberichterstattung zu begrenzen.
Jan Friedrich (Do,) hat diese Frage untersucht.