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Zusammenfassung Die Region Pays de Herve im Osten Belgiens ist durch weit verbreitete Hanginstabilität gekennzeichnet. Einige dieser quartären Paläerdrusche sind nach wie vor aktiv und zeigen Senkungsphänomene, die mit der Anwesenheit von schwachen Untergrundmaterialien wie Tonen (lokal von verwittertem Kreidegestein überlagert) in Verbindung gebracht werden können, die auf einer diskontinuierlichen Sand-Schlamm-Schicht liegen. Diese Studie bietet eine detaillierte Charakterisierung von drei aktiven Erdrutschen in der Region, mit einem besonderen Fokus auf den Manaihan-Erdrutsch, der der aktivste ist und auch Schäden an umliegenden Gebäuden verursacht hat. Um diese Erdrutsche zu untersuchen, wurde ein integrierter geophysikalischer Ansatz angewendet, der elektrische Widerstandstomographie, P-Wellen-Seismik-Refraction, multikanalige Analyse von Oberflächenwellen und mikroseismische Umgebungsgeräuschmessungen (H/V-Analyse) kombiniert. Jede Methode hat intrinsische Einschränkungen, aber ihre kombinierte Anwendung ermöglichte eine umfassende Analyse der Gleiflächen. Während die ersten drei Techniken detaillierte Informationen über begrenzte Sektoren jedes Erdrutsches lieferten, ermöglichten die Umgebungsgeräuschmessungen eine Abdeckung der gesamten Erdrutschbereiche. Dieser integrierte Ansatz, der die Frequenzanalyse von mikroseismischen Umgebungsgeräuschen kombiniert, ermöglichte eine detaillierte Kartierung des Untergrunds des Manaihan-Erdrutsches und die Erstellung eines 3D-geologischen Modells des Standorts. Die Ergebnisse stimmen gut mit den gesammelten geophysischen Bildern überein, was die präzise Identifizierung der Erdrutschbasen ermöglicht und das Verständnis der Untergrundstruktur in der Region Pays de Herve verbessert.
Innocenti et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.