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EINFÜHRUNG: Alkoholkonsum ist ein globales Gesundheitsproblem, das auch als Risikofaktor für HIV-Infektionen gilt, jedoch sind nur wenige Daten zur Epidemiologie des Alkoholkonsum und alkoholbedingter Störungen (AUD) bei jungen Menschen in subsaharischem Afrika verfügbar. METHODEN: Wir führten eine Querschnittsbefragung unter 4 Gruppen junger Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren (Schüler, Studenten, Mitarbeiter lokaler Industrien und Gelegenheitsarbeiter) in zwei Regionen (Kilimanjaro und Mwanza) im Norden Tansanias durch. Mithilfe einer mehrstufigen geschichteten Zufallsstichprobe sammelten wir Informationen zu Demografie, Alkoholkonsum und Verhaltensfaktoren. Wir überprüften die Schwere des Alkoholkonsums mit dem Alkoholgebrauchsstörung-Identifikations-Test (AUDIT) und schätzten die Menge und Häufigkeit des Alkoholkonsums mit der Timeline-Follow-Back-Kalender-Methode (TLFB). ERGEBNISSE: Es wurden insgesamt 1954 junge Menschen befragt. Die Prävalenz des berichteten Alkoholkonsums war bei Männern (47-70 % aller Nutzer und 20-45 % aktuelle Nutzer) höher als bei Frauen (24-54 % aller Nutzer und 12-47 % aktuelle Nutzer). Die Prävalenz des Konsums war in der Region Kilimanjaro erheblich höher als in Mwanza. In beiden Regionen berichteten die Teilnehmer von einer hohen Exposition gegenüber Alkoholwerbung und weit verbreiteter Alkoholverfügbarkeit. Studenten berichteten von der höchsten Prävalenz des aktuellen Alkoholkonsums (45 % bei Männern; 26 % bei Frauen) und von starkem episodischem Trinken (71 % bei Männern; 27 % bei Frauen), gefolgt von Gelegenheitsarbeitern. Männer hatten eher eine AUD (ein AUDIT-Score ≥8) als Frauen, wobei 11-28 % der Männer positiv auf AUD screenen. Alkoholkonsum war mit männlichem Geschlecht, einer Beziehung, höherem verfügbaren Einkommen, einer nicht-muslimischen Religion und einer höheren Anzahl von Sexualpartnern assoziiert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Alkoholkonsum ist ein erhebliches Problem bei jungen Menschen im Norden Tansanias. Es besteht ein dringender Bedarf, Interventionen zu entwickeln, zu testen und durchzuführen, um jungen Menschen zu helfen, den Beginn des Konsums hinauszuzögern und schädliches Trinken zu reduzieren, insbesondere bei Studenten und Gelegenheitsarbeitern.
Francis et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.