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Die Niedrigkostenhypothese sagt voraus, dass die Stärke der Auswirkungen von Umweltanliegen auf das Umweltverhalten mit steigenden Verhaltenskosten abnimmt. Somit beeinflusst das Umweltanliegen das Umweltverhalten hauptsächlich in Situationen und unter Bedingungen, die mit geringen Kosten und wenig Unannehmlichkeit für die einzelnen Akteure verbunden sind. In einem ersten Schritt entwickeln und spezifizieren wir diese Hypothese. Auf der Grundlage einer Umweltumfrage mit einer Zufallsstichprobe von 2307 Befragten aus der deutschen Bevölkerung testen wir sie dann anhand zweier Verfahren. Die empirischen Belege sind positiv. Die Niedrigkostenhypothese ist nicht auf den Bereich der Umweltforschung beschränkt. Sie weist auf allgemeine Grenzen der Einstellungsforschung (in Hochkostensituationen) und auf allgemeine Grenzen der Rational-Choice-Theorie (in Niedrigkostensituationen) hin und schlägt eine Strategie zur Integration der Forschung in Sozialpsychologie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften vor.
Diekmann et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.
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