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In den letzten Jahrzehnten gab es eine zunehmende Integration der Politiken zu übertragbaren Krankheiten in Europa. Die historischen Wurzeln dieses Prozesses reichen bis ins mittlere 19. Jahrhundert zurück, als die nationalen Behörden erkannten, dass die grenzüberschreitende Verbreitung von Krankheiten nicht nur eine Frage der nationalen Governance sein kann, sondern gemeinsame Vereinbarungen und Regelungen erfordert. In den frühen 1950er Jahren trug die Strukturierung der Weltgesundheitsorganisation in regionalen Büros weiter zur Definition Europas als Einheit für Risikoanalysen und internationale Gesundheitskooperation bei. In jüngerer Zeit hat die Konsolidierung der Europäischen Union neue institutionelle Grundlagen für die Gestaltung der Politiken zu übertragbaren Krankheiten auf supranationaler Ebene geschaffen. Dieser Artikel überprüft diese verschiedenen Versuche, den europäischen Raum vor Krankheiten zu schützen. Es wird argumentiert, dass sich veränderte Kontrollmechanismen für übertragbare Krankheiten nicht nur in Veränderungen der Prioritäten der öffentlichen Gesundheit und der institutionellen Kontexte niederschlugen, sondern auch wichtige Orte waren, an denen unterschiedliche Verständnisse von Europa und europäischer politischer Identität entstanden und verhandelt wurden. Vor diesem Hintergrund untersucht der Artikel dann frühere Erfolge und zukünftige Herausforderungen des aktuellen europäischen Rahmens und diskutiert die Implikationen für den breiteren Prozess der europäischen Integration.
Liverani et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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