Key points are not available for this paper at this time.
Der ruandische Völkermord von 1994 wird als eine der größten menschlichen Tragödien unserer Zeit in Erinnerung bleiben. In weniger als 3 Monaten schlachteten Extremisten systematisch mehr als 500.000 Menschen, einschließlich Tausender Kinder.1Die Massaker entfachten einen blutigen Bürgerkrieg neu, der mehr als 4 Millionen Menschen zur Flucht aus ihren Häusern zwang.2Heute, fast 3 Jahre später, bleibt Ruanda eine stark traumatisierte Gesellschaft, in der Kinder ihre verletzlichsten Mitglieder sind. Zu den besonders gefährdeten gehören mehr als 100.000 Kinder, die orphans oder von ihren Eltern getrennt wurden (UNICEF, unveröffentlichte Daten, Pressemitteilung 94/26, 24. Mai 1994). Zwischen August 1994 und Februar 1996 reisten wir an 3 Gelegenheiten nach Ruanda und ins nordöstliche Zaire als Vertreter von Médecins du Monde und Physicians for Human Rights. Unsere Aufgabe war es, die Natur und das Ausmaß des ruandischen Völkermords und dessen Auswirkungen auf Kinder zu bewerten. Wir auch
Paul L. Geltman (Mi.) hat diese Frage untersucht.