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In Anwendungen der virtuellen Realität (VR) können die subjektiven Erfahrungen und Reaktionen der Benutzer auf dieselbe VR-Technologie, wie das Präsenzgefühl, enorm zwischen Menschen variieren. Solche interindividuellen Unterschiede sind noch nicht gut untersucht. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Beziehung zwischen Persönlichkeitsvariablen und Präsenz in VR zu untersuchen. Dreißig weibliche Teilnehmerinnen füllten verschiedene Persönlichkeitsfragebögen aus, bevor sie einem interaktiven und immersiven virtuellen Umfeld ausgesetzt wurden. Anschließend erhielten sie verschiedene Präsenzfragebögen, um zu bestimmen, ob die Korrelationen zwischen Persönlichkeit und Präsenz von dem verwendeten Präsenzmaß abhängen oder ob verschiedene Präsenzfragebögen vergleichbare Ergebnisse liefern. Es wurden signifikante positive Korrelationen zwischen den verschiedenen Präsenzfragebögen gefunden. Dennoch zeigten Persönlichkeitsvariablen wie impulsive Tendenzen, Empathie, Kontrollüberzeugung oder die Big Five Persönlichkeitsmerkmale heterogene Korrelationen mit der Präsenz, abhängig von dem verwendeten Präsenzfragebogen. Absorption schien der beste Prädiktor für das Gefühl der Präsenz in VR zu sein und wies die stärkste Beziehung zur Präsenz auf, unabhängig vom verwendeten Präsenzmaß. Mentale Vorstellungskraft, Perspektivübernahme und immersive Tendenzen zeigten ebenfalls signifikante Korrelationen mit der Präsenz, die zwischen verschiedenen Präsenzmaßen vergleichbar waren. Daher ist es vorteilhaft, verschiedene Maße zur Bewertung der Präsenz zu verwenden, um valide und bedeutungsvolle Beziehungen zwischen Persönlichkeitsvariablen und Präsenz in VR zu finden.
Kober et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.