Diese Übersicht hebt die komplexe, duale metabolische und entzündungshemmende Rolle von PPARs bei Herzkrankheiten hervor und betont die Notwendigkeit, ihre Mechanismen der Transrepression für zukünftige therapeutische Zielsetzungen zu verstehen.
Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren (PPARs) sind ligand-aktivierte Transkriptionsfaktoren, die als Schlüsselregulatoren des Lipidstoffwechsels sowie als Modulatoren von Entzündungen wirken. Die Rolle von PPARalpha und PPARgamma bei der Myokardischämie-Reperfusionsschädigung, der Infarktheilung und der Hypertrophie ist Gegenstand intensiver Forschung. Aufgrund der späteren Entwicklung von PPARdelta-spezifischen Liganden bleibt die Rolle dieser PPAR-Isovorm bei Herzkrankheiten noch zu klären. Obwohl viele Studien auf salutogene Wirkungen von PPAR-Liganden bei Herzkrankheiten hinweisen, ist der genaue molekulare Mechanismus nach wie vor weitgehend ungelöst. Sowohl die metabolischen (über Transaktivierung) als auch die erst kürzlich entdeckten entzündungshemmenden (über Transrepression) Effekte von PPARs spielen wahrscheinlich eine Rolle. In diesem Review werden die berichteten und manchmal widersprüchlichen Effekte von PPAR-Liganden auf Ischämie-Reperfusion, Infarktheilung und kardiale Hypertrophie kritisch bewertet. Insbesondere die Rolle der Entzündung in diesen Krankheitsprozessen, die Fähigkeit der PPARs, in pro-inflammatorische Prozesse einzugreifen, sowie die Mechanismen der Transrepression werden diskutiert. Derzeit erhält die Bedeutung von PPARs als therapeutische Ziele bei kardiovaskulären Erkrankungen zunehmende Aufmerksamkeit. Dementsprechend ist ein detailliertes Verständnis der Mechanismen, die die Aktivität dieser nukleären Hormonrezeptoren steuern, unerlässlich.
Smeets et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.