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Bürger sind bei der Meinungsbildung zu politischen Themen auf Informationen der Massenmedien angewiesen. Studien haben gezeigt, dass die Berichterstattung der Nachrichtenmedien über die EU die allgemeine und politikbezogene Unterstützung für die europäische Integration beeinflussen kann. Bisherige Forschungen konzentrierten sich auf Analysen auf individueller Ebene zu bestimmten Zeitpunkten. Die vorliegende Studie untersucht, ob die Sichtbarkeit und die Rahmung der EU-Nachrichtenberichterstattung, die als Kontextfaktoren konzeptualisiert werden, die EU-Unterstützung auf aggregierter Ebene beeinflussen. Wir betrachten diese Frage in sieben EU-Mitgliedstaaten für den Zeitraum 1990-2006. Durch die Nutzung aggregierter Daten der inhaltsanalytischen Indikatoren und aggregierter öffentlicher Unterstützungsmaßnahmen in einem Zeitreihen-Design bringen wir die Variation in den Nachrichteninhalten mit den anschließenden Dynamiken der öffentlichen Meinung in Verbindung. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass sowohl die Rahmung der EU-Nachrichten in Bezug auf Nutzen als auch auf Konflikt für die öffentliche Unterstützung wichtig ist. Während die Nutzenrahmung die öffentliche Unterstützung erhöht, verringert die Konfliktrahmung die Unterstützung. Wir schließen mit einer Diskussion über die Verwendung von Nachrichteninhalten als Kontextvariable zur Erklärung der Dynamik der öffentlichen Meinung und der potenziellen Vorteile dieses Ansatzes für zukünftige Forschungen zu Medienwirkungen.
Vliegenthart et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.