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Dieses Papier legt nahe, dass die „anderen Krankheiten“ des Millennium-Entwicklungsziels 6 (MDG 6) von Entscheidungsträgern und Politikern ignoriert werden, die sich übermäßig auf unerreichbare Zielsetzungen und Vorgaben rund um die „großen drei“ Krankheiten HIV, Tuberkulose (TB) und Malaria konzentrieren, welche – würde der Planet von Außerirdischen betrachtet – als die einzigen existierenden Krankheiten auf dem Planeten wahrgenommen würden. Die Krankheiten der Mehrheit der Armen stellen „niedrig hängende Früchte“ für die Kontrolle und Eliminierung dar, und Chancen werden trotz der Verfügbarkeit billiger oder gespendeter Medikamente und reichlicher Belege dafür, dass solche Interventionen wirksam sind und sowohl die Inzidenz als auch die Mortalität und Morbidität senken, ignoriert. Der zur Erreichung der MDGs verfügbare Zeitrahmen von etwa 7–8 Jahren erfordert eine Neubewertung dessen, was mit den derzeit verfügbaren Instrumenten getan werden kann, um die Probleme anzugehen, mit denen die Mehrheit der armen Menschen konfrontiert ist, die von behindernden Leiden betroffen sind, welche zusammen eine größere globale Krankheitslast als Malaria oder TB darstellen. Der Autor ist zudem der Ansicht, dass das für die MDGs und deren Erreichung relevante Forschungsvolumen durch den Fokus auf High-Tech-Forschung verzerrt wird, die bis 2015 keine Ergebnisse liefern kann, und dass im Hinblick auf die 90:10-Kluft in der für die Probleme der Ärmsten relevanten Forschung die reale Kluft 99:1 beträgt. Die Konzepte der Verzerrung von Gebergeldern für Krankheiten des MDG 6 zur Umsetzung weitgehend kurativer Interventionen, die die Inzidenz nicht senken, sowie einer Forschung, die Probleme adressiert, welche arme Menschen im Zeitrahmen bis 2015 nicht erreichen können, werden hervorgehoben. Neue Paradigmen sind erforderlich, wenn eine Wirkung auf MDG 6 erzielt werden soll, indem die Bedürfnisse der Mehrheit durch eine gerechte Verteilung der Finanzmittel anerkannt werden.
David Molyneux (Tue,) untersuchte diese Frage.