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Digitale Artefakte werden zunehmend zur Unterstützung von Innovationspraktiken eingesetzt, was einen wachsenden Bedarf impliziert, ihre Rolle in verschiedenen Kontexten besser zu verstehen. In diesem Papier untersuchen wir, wie digitale Artefakte Innovationspraktiken ermöglichen und einschränken, anhand einer tiefgehenden, mehrjährigen qualitativen Feldstudie bei einem Softwareunternehmen. Durch die Analyse der Nutzung von PowerPoint, als dominantem digitalen Innovationsartefakt, identifizieren wir drei Paradoxe – widersprüchliche, aber voneinander abhängige Spannungen digitaler Artefakte in Innovationspraktiken: (1) Freiheit und Gefangenschaft, (2) Klarheit und Mehrdeutigkeit, und (3) Knappheit und Überfluss. Durch eine dialektische Synthese der drei Paradoxe und eine Erweiterung zu Modellierungswerkzeugen entwickeln wir eine substanziell Theorie der paradoxen Effekte digitaler Artefakte auf Innovationspraktiken. Wir diskutieren die theoretischen Implikationen für die Forschung zu Affordanzen und skizzieren einen Weg für die Forschung zu IT-Paradoxien. Zudem bieten wir praktische Implikationen, indem wir die paradoxen Effekte der Verwendung digitaler Innovationsartefakte veranschaulichen und geeignete Bewältigungsstrategien vorschlagen.
Ciriello et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.