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Der soziale Rückzug von Säuglingen ist ein frühes Indiz für das Leiden von Säuglingen, das mit ungünstiger sozio-emotionaler Entwicklung verbunden ist. Wir haben die Hypothese aufgestellt, dass die elterliche Sensitivität die Beziehung zwischen der postpartalen Depression (PPD) der Eltern und dem sozialen Rückzug des Säuglings moderiert. Wir untersuchten diese Zusammenhänge querschnittlich in 471 Familien, in denen Mütter positiv auf PPD screeneten, und assessierten den sozialen Rückzug des Säuglings (mittlere Säuglingsalter 3,6 Monate) während der Interaktionen mit Müttern, Vätern/Mit-Eltern und einem Fremden. Es wurde keine signifikante Assoziation zwischen der Schwere der PPD-Symptome der Eltern und dem sozialen Rückzug des Säuglings in der Interaktion mit den Eltern oder dem Fremden gefunden. Stattdessen war die elterliche Sensitivität negativ mit dem sozialen Rückzug des Säuglings in den Mutter-Säugling-Interaktionen assoziiert und weniger konsistent in den Vater/Mit-Eltern-Säugling-Interaktionen, jedoch nicht in den Interaktionen mit dem Fremden. Somit könnte der Rückzug des Säuglings in Familien, die für PPD gefährdet sind, enger mit der elterlichen Sensitivität als mit depressiven Symptomen der Eltern verbunden sein. Darüber hinaus könnte der Einfluss der elterlichen Sensitivität auf den sozialen Rückzug des Säuglings nicht über die Interaktionen zwischen Eltern und Säuglingen hinausgehen.
Rudling et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.