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Zusammenfassung: In diesem Artikel wird ein emergentes konzeptionelles Modell der kindlichen Erwachsenwerdung und wirtschaftlichen Benachteiligung vorgestellt, das aus 5 longitudinalen Ethnografien von Kindern und Jugendlichen, die in einkommensschwachen Familien aufwachsen, abgeleitet wurde. Die kindliche Erwachsenwerdung umfasst kontextuelle, soziale und entwicklungsbezogene Prozesse, in denen Jugendliche vorzeitig und oft unangemessen mit Erwachsenenwissen konfrontiert werden und umfassende Erwachsenenrollen und -verantwortlichkeiten innerhalb ihrer Familiennetzwerke übernehmen. Beispielhafte Fälle aus den Ethnografien werden in die Diskussion integriert, um die Komponenten des Modells zu veranschaulichen. Vier aufeinanderfolgende Ebenen der Erwachsenwerdung werden beschrieben: frühzeitiges Wissen, betreute Erwachsenwerdung, Peerifizierung/Ehelichung und Elternifizierung. Auch die Entwicklungsressourcen und -schwächen, die Kinder eingehen, werden diskutiert. Empfehlungen für Fachkräfte in Schulen, im Gesundheitswesen und in sozialen Diensten, die mit einkommensschwachen Familien und Kindern arbeiten, werden gegeben.
Linda M. Burton (Do,) hat diese Frage untersucht.
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