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Im letzten Jahrzehnt haben eine zunehmende Zahl von Umweltnissenschaftlern die wirtschaftliche Bewertung von Ökosystemdienstleistungen als pragmatische kurzfristige Strategie propagiert, um den Wert der biologischen Vielfalt in einer Sprache zu kommunizieren, die die dominierenden politischen und wirtschaftlichen Ansichten widerspiegelt. Dieses Papier beleuchtet die Kontroversen über die wirtschaftliche Bewertung von Ökosystemdienstleistungen im Hinblick auf zwei Aspekte, die in den laufenden Debatten oft vernachlässigt werden. Erstens die Rolle des spezifischen institutionellen Rahmens, in dem die Umweltpolitik und -führung derzeit eingebettet sind, bei der Gestaltung der Bewertungsergebnisse. Zweitens die breiteren wirtschaftlichen und soziopolitischen Prozesse, die die Ausweitung der Preisgestaltung in zuvor nicht marktfähige Bereiche der Umwelt gesteuert haben. Unsere Analyse legt nahe, dass im Rahmen des institutionellen Setups und der breiteren soziopolitischen Prozesse, die seit Ende der 1980er Jahre an Bedeutung gewonnen haben, die wirtschaftliche Bewertung wahrscheinlich den Weg für die Kommodifizierung von Ökosystemdienstleistungen ebnen wird, mit potenziell kontraproduktiven Auswirkungen auf lange Sicht für den Erhalt der biologischen Vielfalt und die Gleichheit des Zugangs zu den Vorteilen von Ökosystemdienstleistungen.
Gómez‐Baggethun et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.