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Mikroplastik sind Schadstoffe von aufkommender Bedeutung, nicht zuletzt aufgrund ihrer globalen Präsenz in marinen Oberflächengewässern. Es überrascht nicht, dass Mikroplastik in Salzen gefunden wurde, die aus zahlreichen Standorten geerntet wurden. Wir extrahierten Mikroplastik aus 13 europäischen Meersalzen durch 30% H2O2-Digestion und Filtration über 5-µm-Filter. Die Filter wurden visuell bei Vergrößerungen bis zu x100 inspiziert. Eine Teildarstellung potenzieller Mikroplastiken wurde der Raman-Spektroskopie unterzogen. Die Partikelmasse wurde geschätzt und die menschliche Dosis-Exposition berechnet. Nach der Blankokorrektur lagen die medianen Konzentrationen bei 466 ± 152 Mikroplastik kg-1 und reichten von 74 bis 1155 Artikeln kg-1. Traditionell geerntete Salze enthielten weniger Mikroplastik als die meisten industriell geernteten (t-Test, p < 0,01). Etwa 14 µg Mikroplastik (< 12 Partikel) können jährlich vom menschlichen Körper aufgenommen werden, von denen ein Viertel möglicherweise von einem Verbraucher stammt, der Meersalz wählt. Wir haben bestehende Studien überprüft, die zeigen, dass das Targeting unterschiedlicher Partikelgrößen und unvollständige Filtrationen den interstudialen Vergleich erschweren, was auf die Bedeutung der Harmonisierung der Methoden für zukünftige Studien hinweist. Ein übermäßiger Salzkonsum ist schädlich für die menschliche Gesundheit; die Gefährlichkeit des Verzehrs von Mikroplastik muss hingegen noch gezeigt werden. Ein Teil der Mikroplastik kann über Produktionsprozesse in Meersalze gelangen, statt aus Rohmaterialien.
Thiele et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.