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Jüngste seismische Bohrlochmessungen, die entlang der Baribis-Verwerfung in Nordwestjava durchgeführt wurden, zeigen, dass sie aktiv sein könnte. In dieser Studie nutzen wir diese Daten, um proximale Erdbeben mit einer relativen Fortschreibungstechnik zu lokalisieren, ihre Momentmagnituden mit einer spektralen Anpassungsmethode zu schätzen und ihre Fokusmechanismen mittels Wellenforminversion zu berechnen. Wir beobachten, dass die Seismizität im östlichen Teil der Verwerfung signifikant höher ist als im Westen, wo eine frühere GPS-Studie der Region südlich von Jakarta hohe Kompressionsraten nachgewiesen hat. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass die westliche Baribis-Verwerfung blockiert ist und dass benachbarte Gebiete, einschließlich des südlichen Jakartas und seiner Umgebung, sehr anfällig für zukünftige größere Erdbeben sein könnten, wenn die angesammelte elastische Spannungsenergie während eines Verwerfungsbruchs schließlich freigesetzt wird. Signifikant ist, dass die aktuelle Generation der nationalen Gefahrenkarten Indonesiens die Seismizität entlang der Baribis-Verwerfung nicht berücksichtigt hat. Unsere neuen Ergebnisse erfordern daher eine dringende Neubewertung der seismischen Gefährdung in Nordwest-Java, die die Baribis-Verwerfung und ihr Erdbebenpotential sorgfältig in Betracht zieht, insbesondere im Hinblick auf ihre Nähe zu Jakarta, einer Megastadt, die im Herzen einer der am dichtesten besiedelten Inseln der Welt liegt.
Widiyantoro et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.