Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Ein Jahrzehnt nach Abschluss des Human Genome Project bleibt die weitreichende Anziehungskraft der Vision und potenziellen Vorzüge der personalisierten Genommedizin für das Gesundheitswesen überzeugend. Befürworter argumentieren, dass unser aktuelles medizinisches System „in der Krise“ ist, da es teuer, reaktiv, ineffizient und hauptsächlich auf einheitliche Behandlungen für fortgeschrittene Krankheitsereignisse ausgerichtet ist. Was an dieser Art von Medizin revolutionär ist, behaupten die Befürworter, ist, dass sie verspricht, diese Krise zu lösen, indem sie gleichzeitig die Fähigkeit zur „Personalisierung“, „Vorhersage“, „Prävention“ und „Beteiligung“ erhöht. Einige nennen die personalisierte Genommedizin „P4-Medizin“ und verankern diese grundlegenden Tugenden im Namen der Bewegung. All diese vermeintlichen Tugenden haben interessante Auswirkungen auf die Zukunft des Gesundheitswesens. In diesem Aufsatz sind wir besonders an den Behauptungen interessiert, dass die personalisierte Medizin zu einem mehr „partizipativen“ oder „patientenzentrierten“ Ansatz im Gesundheitswesen führen wird, bei dem die Patienten „ermächtigt“ werden, mehr persönliche Kontrolle über ihre Versorgung zu übernehmen. Die Rhetorik der Patientenermächtigung ist im Gesundheitswesen nichts Neues, aber die personalisierte Medizin ist eine interessante Fallstudie, weil sie Empowerment als eine ihrer Schlüsselvirtuosen darstellt und als Mechanismus zur Behebung der „Krise“ im Gesundheitswesen.
Juengst et al. (Sat.) untersuchten diese Frage.