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Ziele: Mit einem longitudinalen Design wollten wir die Beziehung zwischen Armut und dem Risiko für neu auftretende kognitive Beeinträchtigungen in China untersuchen. Methoden: Wir verwendeten drei Wellen der Chinese Longitudinal Healthy Longevity Survey (2008–2014). Kognitive Beeinträchtigung wurde anhand der chinesischen Version des Mini-Mental-State-Examinations bewertet. Armut wurde gemäß der neuesten nationalen Armutsgrenze gemessen, die 2011 in China bei einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 2300 Yuan (entspricht etwa 1,25 Dollar/Tag) festgelegt wurde. Ein marginales strukturelles Modell wurde verwendet, um die Assoziation zwischen Armut und dem Risiko für neu auftretende kognitive Beeinträchtigungen zu untersuchen. Subgruppenanalysen wurden ebenfalls in dieser Studie durchgeführt. Ergebnisse: Die kumulative Inzidenz von kognitiven Beeinträchtigungen über einen Zeitraum von 6 Jahren betrug 30,69 % (1936/6309). Armut erhöhte das Risiko für neu auftretende kognitive Beeinträchtigungen bei älteren Menschen um 34 % (Odds Ratio = 1,34, 95 % Konfidenzintervall (CI): 1,15–1,56), nachdem Verhaltensfaktoren und covariate Gesundheitsstatus kontrolliert wurden. Teilnehmer, die männlich waren (OR = 1,38, 95 % CI: 1,08–1,76), in städtischen Gebieten lebten (OR = 1,55, 95 % CI: 1,22–1,98) und verheiratet waren (OR = 1,72, 95 % CI: 1,28–2,32), hatten in den Subgruppenanalysen höhere Armutsrisiken für neu auftretende kognitive Beeinträchtigungen. Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse bieten empirische Unterstützung für die laufende Diskussion darüber, wie wirtschaftliche Notwendigkeit die kognitive Funktion beeinflusst, und heben die negativen Gesundheitsrisiken hervor, denen wirtschaftlich benachteiligte Personen ausgesetzt sein können.
Chen et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.