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Trotz der scheinbaren erfahrungsbedingten Inkongruenz zwischen Enactments und Empathie bieten klinische Beobachtungen und neueste neurobiologische Forschung neue Möglichkeiten, diese beiden intersubjektiven Prozesse zu untersuchen und folglich unser Verständnis wichtiger empathischer Aspekte, die in Enactments eingebettet sind, zu erweitern. Die Erforschung der interpersonellen Kommunikation hat in der Neurowissenschaft begonnen, neuropsychologische Prozesse zu umreißen, die sowohl Enactments als auch therapeutische Empathie ähnlich prägen und untermauern; und beleuchtet, welche Mechanismen sie gemeinsam haben. Besonders interessant sind die Ergebnisse zu Spiegelneuronen und der Empfindlichkeit der rechten Gehirnhälfte für nonverbale Aspekte emotionaler Kommunikation. Diese haben unser Verständnis der ständigen unbewussten Kommunikation zwischen Menschen und deren offensichtlichen Implikationen für die Unvermeidlichkeit von Enactments innerhalb der psychoanalytischen Dyade erheblich vorangebracht. Indem sie implizite relationale und emotionale Muster innerhalb des analytischen Prozesses vollständig erlebbar machen, ermöglichen Enactments beiden Teilnehmern, insbesondere dem Analytiker, eine unmittelbare Verbindung zu dem, was noch nicht verbalisiert werden kann, eine Verbindung, die im Wesentlichen eine empathische Resonanz konstruiert. Darüber hinaus schafft das letztendliche Bewusstsein des Analytikers für das Enactment und ihre Offenlegung ihrer Teilnahme daran einen empathischen Reflexionsraum, der den Patienten zur Selbstreflexion, zu gesteigertem Bewusstsein und emotionaler Integration führt.
Efrat Ginot (Mittwoch) hat diese Frage untersucht.