Psychopathie hat in der Forschung großes Interesse geweckt. Erste Theorien wurden hauptsächlich auf Fallstudien von Männern entwickelt (Cleckley, 1976). Dennoch gibt es aufgrund niedrigerer Werte und irreführender Korrelationen Grund zu der Annahme, dass Psychopathie nicht bei allen Geschlechtern das gleiche Bild zeichnet. Daten zeigen, dass eine BPD-Diagnose als geschlechtsspezifischer Indikator für antisoziale Tendenzen fungieren kann (Blonigen et al., 2012). Was wir über diese beiden Konstrukte in Bezug auf ihr emotionales Verständnis verstanden haben, hebt einen einzigartigen Widerspruch hervor: Menschen mit BPD haben eine Hypersensibilität gegenüber negativen Emotionen, während Menschen mit Psychopathie ein Defizit in ähnlich konnotierten Gefühlen aufweisen. Ein zentrales Ziel der vorliegenden Studie ist es, die klinische Präsentation von Psychopathie bei inhaftierten Frauen zu skizzieren, während sie mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und Alexithymie zusammentrifft. Mediationsanalysen mit Bootstrapping wurden durchgeführt, um die primäre Hypothese zu testen. BPD mediierte vollständig die Beziehung zwischen Psychopathie und Alexithymie in unserer Stichprobe (p < 0.001). Weitere explorative Analysen skizzieren diese Beziehung in Bezug auf TAS-Subfaktoren. Interessante Implikationen bestehen dafür, wie Psychopathie und BPD in Bezug auf ihre emotionale Literacy divergieren. Fortgesetzte Forschung ist entscheidend; sie wird nicht nur helfen, diese Mechanismen zu verstehen, sondern auch eine gezielte Behandlung zu fördern, die kostengünstiger, effektiver und abwehrend gegenüber negativem psychopathischem Verhalten ist.
Annalise Halverson (Sat,) untersuchte diese Frage.