Biofilme sind herausfordernde Proben für die Mikroskopie, da sie normalerweise große Proben mit kleinen interessanten Merkmalen sind, eine empfindliche Natur aufgrund ihres hohen Wassergehalts aufweisen und sie auf verschiedenen Substraten wachsen können. Die Kryo-Scanning-Elektronenmikroskopie (Kryo-SEM) wird seit langem verwendet, um mikrobiologische Komponenten in Pflanzen-Pathogen-Interaktionen, Lebensmitteln und Böden abzubilden. Der Hauptvorteil im Vergleich zum weit verbreiteten Raumtemperatur-SEM besteht darin, dass die schnelle Probenvorbereitung zu einer nativen Struktur führt. Sie wurde verwendet, um Umweltbiofilme zu untersuchen, jedoch selten für medizinisch relevante Biofilme. Der Kryo-SEM-Arbeitsablauf beginnt mit dem Einfrieren der Probe, entweder durch Hochdruckeinfriezen, Eintaucheinfriezen oder Sprühstickstoffeinfriezen. Anschließend erfolgen Bruch, Sublimation und Beschichtung, bevor die Kryo-SEM-Bildgebung stattfindet. Der vorliegende Überblick soll neuen potenziellen Nutzern einen Überblick über den Arbeitsablauf geben und Beispiele für die verfügbare Ausstattung nennen, während Vor- und Nachteile spezieller Schritte und deren Eignung für die Forschung zu verschiedenen Biofilmen diskutiert werden.
Saskia E. Bakker (Mon,) untersuchte diese Frage.