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Das postsowjetische Russland, die frühe Dritte Republik in Frankreich und die Weimarer Republik in Deutschland können als Fälle von "postimperialer Demokratie" verstanden werden - eine Situation, in der ein neues demokratisches Regime im Kern eines ehemaligen Imperiums entsteht, das plötzlich zusammengebrochen ist und in der demokratische Wahlen mindestens ein Jahrzehnt lang stattfinden. Die in diesen Fällen konsolidierten Regime - republikanische Demokratie in Frankreich, Nazi-Diktatur in Deutschland und schwacher autoritarer Staat in Russland - variieren jedoch dramatisch. Diese unterschiedlichen Ergebnisse spiegeln den Einfluss neuer Ideologien wider, die kollektives Handeln unter Konvertiten erzeugten, indem sie deren Zeitrahmen in einem Umfeld extrem hoher Unsicherheit künstlich verlängerten. In Frankreich ermöglichte ideologische Klarheit radikalen Republikanern, pragmatischere Parteien zu überflügeln; in Deutschland ermöglichte ideologische Klarheit den Nazis, erfolgreicher zu mobilisieren als die zentristischen Parteien; und im postsowjetischen Russland hat das Fehlen einer überzeugenden neuen politischen Ideologie - demokratisch oder antidemokratisch - politische Parteien zu schwach gemacht, um selbst einen sehr schwachen Staat herauszufordern.
Stephen E. Hanson (Fr,) hat diese Frage untersucht.