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Biologisches Moonlighting bezieht sich auf Proteine, die mehr als eine Funktion ausdrücken. Moonlighting-Proteine treten in pathogenen und kommensalen sowie in grampositiven und gramnegativen Bakterien auf. Die kanonischen Funktionen der Moonlighting-Proteine sind in essentiellen Zellprozessen, d.h. Glykolyse, Proteinbiosynthese, Chaperonaktivität und Stabilität der Nukleinsäuren, und ihre Moonlighting-Funktionen beinhalten die Bindung an Wirts-Epithel- und phagozytierende Zellen, Subepithelien, Zytoskelette sowie an Mucine und zirkulierende Proteine des Immun- und Hämostasesystems. Sequenzen der Moonlighting-Proteine enthalten keine bekannten Motive für Oberflächenexport oder Ankerstrukturen, und es bleibt offen, ob bakterielle Moonlighting-Proteine aktiv an die Zellwand abgegeben werden oder ob sie von traumatisierten Zellen freigesetzt und dann wieder an die Bakterien gebunden werden. Bei Lactobacillen sind ionische Wechselwirkungen mit Lipoteichonsäuren und mit Zellteilungspunkten wichtig für die Oberflächenlokalisierung der Proteine. Moonlighting-Proteine stellen eine reichhaltige Klasse von bakteriellen Adhäsinen dar, die Teil der bakteriellen Wechselwirkungen mit der Umwelt und der Reaktionen auf Umweltveränderungen sind. Multifunktionalität in bakteriellen Oberflächenproteinen scheint häufig zu sein: Die kanonischen Adhäsionsproteine, Fimbrien, drücken auch nichtadhäsive Funktionen aus, während die Beweglichkeitsorganellen, Flagellen, sowie Oberflächenproteasen adhäsive Funktionen zeigen.
Kainulainen et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.